Kokoswasser - Wieso ist Wasser in der Nuss?

Kokoswasser — das pflanzliche Phänomen

 

Das süße Kokoswasser, mit dem erfrischend säuerlichen Kick, ist einzigartig in der Pflanzenwelt. Denn keine anderen Früchte beherbergen in ihrem Inneren, reines fruchtig-leckeres Wasser. Nicht einmal die beliebte Wassermelone, auch die speichert das Wasser in ihren Zellen und sammelt es nicht in ihrem Zentrum. Doch wieso ist das Wasser in der Kokosnuss? Dazu sehen wir uns die Nuss, die zu den Steinfrüchten zählt, ein wenig genauer an.

Die Kokospalme liebt: heiße Sonnenstrahlen und eine salzige Meeresbrise

Kein Wunder, können die Früchte doch wochenlang im Salzwasser treiben und genießen das auch noch, ohne Schaden zu nehmen. Gefällt es dann der jeweiligen Kokosnuss, auf einer der zahlreichen tropischen Inseln an denen sie vorüber schwimmt, wird sie sesshaft. Das heißt: Die braune, faserige ausgereifte Kokosnuss mit ihrem weißen — heiß begehrten — Innenleben und dem oft nur noch geringen Anteil an Kokoswasser, ist eigentlich der Samen für eine neue Kokospalme.

Eine Kokosnuss die eine kleine Palme trägt auf Ihrem Weg zu neuen Ufern!
Eine Kokosnuss die eine kleine Palme trägt auf Ihrem Weg zu neuen Ufern!

Zum besseren Verständnis, der Aufbau der einsamigen Steinfrucht:

  • Alles beginnt mit dem Organ der Blüte, und zwar dem Fruchtblatt. Dieses beinhaltet die Samenanlage, wobei für den Aufbau einer Kokosnuss, drei Karpellen, so der Fachbegriff für das Fruchtblatt, zusammenwachsen.
  • Wird der Samen befruchtet, beginnt die Entwicklung der Frucht. Dazu bilden sich die gesamten Fruchtblätter zurück. Übrig bleiben nur die befruchteten weiblichen Geschlechtsorgane der Blüten, die sich zur Fruchtwand weiterentwickeln. Aufgrund des Zusammenschlusses der drei Karpellen nach der Befruchtung, erhält die Kokosnuss ihr unverkennbares Aussehen: die leicht dreieckige Form.
  • Damit die Fruchtwand geschützt ist, wird sie von mehreren Schichten umhüllt. Zuerst von der Steinschicht. Das ist die braune, dünne Schale, die sich auf dem Kokosnussfleisch befindet. Darüber die harte braune Schale, die geknackt werden will. Diese wird von einer dicken, ledrigen Faserschicht ummantelt. Diese Schicht bürgt für die Wasserdichtheit.
  • Die reife Kokosnuss wiegt ungefähr zwischen neunhundert und zweitausendfünfhundert Gramm und hat drei Punkte auf der Seite. Dabei ist ein Punkt weich und die anderen beiden sind verhärtet. Alle drei Punkte sind die Keimlöcher, wobei jeweils nur ein Keimloch aktiv bleibt. Dieses wird auch zum Gewinnen des Kokoswasser genutzt, indem es leicht zu öffnen ist.

 

Die Aufgabe des Wassers in der Kokosnuss

 

Das Kokoswasser und das Kokosfleisch bilden den sogenannten Endosperm. Der Endosperm ist das Nährgewebe des Samen, das den Keimling umgibt. Dieser liefert die nötigen Nährstoffe, bis der Keimling zur selbstständigen Versorgung, mit seinen Wurzeln, fähig ist. Deswegen finden sich in dem Kokoswasser auch so zahlreiche individuelle Stoffe, wie Pflanzenhormone, Zucker beziehungsweise Zuckeralkohole, aber auch Kalzium, Aminosäuren und Vitamin C. Definitiv gültig: Die grünen, unreifen Kokosnüsse aus Südostasien liefern den besten Kokossaft, und zwar pro Frucht bis zu einem Liter. Durch die hundertprozentige Abdichtung der äußeren Schale, ist das Kokoswasser gesund, enthält kaum Fett und ist keimfrei. Das Wasser in der Kokosnuss wird mit voranschreitender Reifung immer weniger, denn aus dem Kokoswasser entwickelt sich das feste Kokosfleisch. Kokosnüsse werden ganzjährig geerntet. Der Grund: In den Gebieten, in denen die Kokospalmen heimisch sind, gibt es keine Jahreszeiten im europäischen Sinne. Also, anstatt Sommer und Winter, herrscht ganzjährig gleichmäßiges Klima, optimal für die Früchtchen. Rund zwölf Monate dauert die vollständige Reifung einer Kokosnuss auf der Palme. Aber: Nach ungefähr sechs Monaten, sollte die Kokosnuss vom Baum, wenn das gehaltvolle Wasser gewonnen werden soll. Wird die Kokosnuss auf der Insel geöffnet und getrunken, dann kann auch das süßliche Gelee verzehrt werden. Einfach rauslöffeln, lecker.

Interessantes rund um das Wasser in der Kokosnuss

Das von den diversen Umwelteinflüssen verschonte Innenleben der Kokosnuss ist keimfrei und steril. Deswegen wurde es auch, unter anderem im zweiten Weltkrieg, als Infusion verwendet. Denn: Die Zusammensetzung des Kokoswassers ist dem des menschlichen Blutplasmas sehr ähnlich. Außerdem kann das frische Wasser auch im Kampf gegen Erkrankungen im Darmtrakt hilfreich sein, vor allem in den Tropen ein sehr beliebtes Mittelchen. Doch wir verfeinern mit dem frischen Palmensaft lieber unsere Drinks oder nutzen ihn, als gesundes, ausgleichendes Elixier, nach dem Sportprogramm.

.... Infusion? Jetzt haben wir dein Interesse geweckt!

(Bitte nur unter Ärztlicher Aufsicht testen)

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